Drucken

Gefahren im Haushalt

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Daher ist in Sachen Brandschutz im eigenen Heim auch besonders viel Vorsicht geboten. Ob offenes Feuer durch Kerzenlicht in der Adventszeit, elektronische Geräte oder die Feuerwerkskörper in der Silvesternacht - die Gefahren eines Wohnungsbrandes oder einer Gefährdung der Bewohner sind allgegenwärtig. Zur Vorbeugung hat Ihre Feuerwehr Ihnen daher ein paar Tipps zusammengestellt, die Sie vor allem sicher durch die "brandgefährlichsten" Zeiten des Jahres führen sollen: Durch die Adventszeit und den Jahreswechsel

Rauchmelder machen die Adventszeit sicher

Der sorgsamere Umgang mit Kerzenlicht und die größere Verbreitung von Rauchmeldern können in der Adventszeit mehrere tausend folgenschwere Brände vermeiden.
"Unachtsamkeit mit Kerzenlicht ist in der Advents- und Weihnachtszeit eine der häufigsten Ursachen für Wohnungsbrände", sagt DFV-Vizepräsident Ralf Ackermann. „Diese Brände werden meist viel zu spät entdeckt und führen oft zu Personenschäden durch Rauchgasvergiftungen." Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern dieses Risiko enorm, weil sie rechtzeitig Alarm geben. Sie sollten deshalb in keinem Kinderzimmer und in keinem Schlafzimmer fehlen.


Sechs Tipps für eine sichere Adventszeit:

•    Kerzen gehören in eine standfeste, nicht brennbare Halterung.
•    Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen oder an einem Ort mit starker Zugluft auf
•    Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen
•    Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie ganz heruntergebrannt sind
•    Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und ist dann um so leichter entflammbar - ziehen Sie solche Brandfallen rechtzeitig aus dem Verkehr
•    In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen ratsam. Diese sollten den VDE-Bestimmungen entsprechen

Mehr Infos erhalten Sie unter www.dfv.org oder bei Ihrer Feuerwehr!

Brandschutz in der Silvesternacht

Zu Silvester werden in Deutschland immer wieder Menschen, durch den leichtsinnigen Umgang mit Feuerwerkskörpern, schwer verletzt oder getötet. Neben einer erhöhten Brandgefahr, geht von dem alljährlichen Silvesterfeuerwerk ein nicht zu unterschätzendes Verletzungsrisiko aus. Denn auch Alkoholkonsum und der oft leichtsinnige und unsachgemäße Umgang mit den Feuerwerkskörpern erhöht das Gefahrenrisiko der Raketen. Verbrennungen und Augenverletzungen gehören hier nur zu den leichteren Blessuren. Wir haben Ihnen ein paar Tipps zusammengestellt, damit sie unbeschwert und fröhlich ins Neue Jahr starten können.


Maßnahmen im Umgang:

•    Feuerwerkskörper gehören nicht in die Hände von Kindern, Jugendlichen und alkoholisierten Personen.
•    Lesen Sie vor dem Zünden die Gebrauchsanweisung durch und befolgen diese. Verwenden Sie Feuerwerkskörper und Raketen nur im Freien.
•    Werfen bzw. starten Sie keine Feuerwerkskörper bzw. Raketen von Balkonen.
•    Halten Sie ausreichend Sicherheitsabstand zu Personen, Gebäuden und Fahrzeugen.
•    Werfen Sie Feuerwerkskörper sofort nach dem Anzünden weg oder stellen Sie je nach Typ diese zum Anzünden hin.
•    Bringen Sie niemals gebündelt oder gemeinsam Feuerwerkskörper zur Explosion.
•    Fassen Sie vermeintliche Blindgänger nicht sofort an, diese können auch noch verspätet zünden. Warten! Übergießen Sie Blindgänger mit Wasser, um sie unbrauchbar zu machen.
•    Starten Sie die Raketen nur senkrecht und verwenden Sie dabei eine Flasche o.ä. Die Flasche muss einen sicheren Stand haben.
•    Starten Sie unter keinen Umständen eine Rakete aus der Hand heraus.
•    Entfernen Sie nach Möglichkeit vor Silvester brennbare Gegenstände von Balkonen und schließen Sie die Fenster.

Beachten Sie bitte: Außerhalb des 31.12. und des 01.01. dürfen Feuerwerkskörper der Klasse 2 nur zu besonderen Anlässen mit einer Genehmigung abgebrannt werden.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn

Dipl.-Ing. Johannes Tintschl
Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz
Telefon: 0209/1704-230
Fax: 0209/1704-283
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Elektrogeräte

Elektrogeräte können über die Jahre hinweg defekt werden. Besonders Geräte, die feuchter Umgebung oder starkem Schmutz ausgesetzt sind, wie beispielsweise Küchengeräte, sind gefährdet. Wenn durch Elektrogeräte ein Brand entsteht, versuchen Sie immer zuerst dem Gerät den Strom zu entziehen beziehungsweise das Kabel zu ziehen, bevor Sie versuchen zu löschen. Bei brennenden Elektrogeräten gilt immer: Rufen Sie die Feuerwehr. Nicht nur, weil der Brand gelöscht werden muss, sondern auch, weil viele Geräte ein Plastikgehäuse haben, durch das in Zusammenwirken mit Feuer giftige Dämpfe entstehen. Kabelbrände werden oft nicht nur von Elektrogeräten wie PC oder ähnlichem ausgelöst, sondern auch von unachtsam liegen gelassenen Kleidungsstücken oder Papier. Achten Sie immer darauf, das Kabel überschaubar verlegt sind und das Sie nicht zu viele Geräte an eine einzelne Steckdose anschließen. Sollten Sie mehrfach Funkenschlag bei einer Steckdose feststellen, lassen Sie die Dose überprüfen und wechseln Sie sie im Notfall aus.


Fettbrände

Fettbrände dürfen Sie auf keinen Fall mit Wasser löschen! Denn die Folge ist eine Fettexplosion, die das brennende Fett in die Umgebung schleudert und alles in Brand steckt. Deshalb nehmen Sie im Fall eines Fettbrandes immer einen passenden Topfdeckel, der den Topf oder die Pfanne umschließt und legen ihn schnell auf die brennende Pfanne/Topf. Warten Sie in jedem Fall mindestens 15 Minuten, bevor Sie den Topf wieder öffnen. Rufen Sie im Zweifelsfalle die Feuerwehr.